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Orario

A: Piora
Data:
Ora:
Partenza
Arrivo
» Situazione dell'esercizio
Funicolare Ritom SA
Casella postale 17
CH - 6775 Ambrì, Ticino
Telefono +41 (0)91 868 31 51
Telefax  +41 (0)91 868 31 52
Wie in einen James Bond Film
jamesbond.jpg
Zu Fuss nach Piora ohne Probleme

Tief unter unseren Füssen liegt im Berg die Pioramulde, jene geologische Problemzone, die seitjahren die Neat-Bauer quält. An der Oberfläche aber wirkt die Pioragegend harmonisch und harmonisierend, die Route vom Ritomsee zum Lukmanier hält alle Zutaten einer beglückenden Wanderung bereit: schöne Landschaft; die Gelegenheit, gut zu essen. Und als Mehrwert ein Stück spektakuläre Technik.

1 -Technik. Wir fahren von Airolo mit dem Bus nach Piotta und nehmen den Funicolare. Gebaut 1921 im Zeichen der Stromgewinnung aus dem Ritom-Stausee, ist er bei einer Steigung von 87,8 Prozent eine der steilsten Publikumsstandseilbahnen der Welt. Atemberaubend, eine Himmelfahrt, wie man in wenigen Minuten 8oo Meter aufschiesst. (Tipp am Rande: Nichtwanderer kombinieren den Funicolarekitzel mit einer Easyradelei, indem sie am Bahnhof Airolo ein Velo mieten und - reine Fahrzeit zwei Stunden- die Leventina hinunter nach Biasca sausen.)


2-Landschaft. Wenn man dann oben an der Stazione Piora aussteigt, sieht man bereits eine gute Portion Alpenwelt. Den Ritomsee erreicht man auf einem Strässchen in zwanzig Minuten, und angesichts der monumentalen Anlage fühlt man sich wie in einem James-Bond-Film. Der Wanderweg führt an der linken Seite des Sees entlang zum benachbarten Lago Cadagno und dann, in stets angenehm bleibender Steigung, hinauf zum Passo dell'Uomo auf 2218 Metern. Gipfel noch und noch zeigen sich rundum, bevor es wieder abwärts geht zur Lukmanierpasshöhe.


3 - Essen. Man ist auf dem Weg bestens versorgt mit Einkehrmöglichkeiten, kann schon in der Staumauerbeiz etwas essen oder eine halbe Stunde später in der Beiz von Cadagno di fuori oder wieder am Zielort, dem Lukmanier-Gasthaus. Vor allem aber wartet nach fünf Viertelstunden die Capanna Cadagno, eine Bergsteigerhütte, in deren Küche das freundliche Betreiberpaar Überdurchschnittliches leistet. Franco und Angela bereiten je nach Tag und Saison Risotto, eigene Gnocchi und Ravioli, Braten und Kaninchen mit Polenta. Und sie servieren wunderbaren Piora-Alpkäse.

Hört man nach dieser Wanderung wieder das Wort «Piora», so lächelt man selig.

Höhendifferenz. 500 Meter aufwärts, 300 abwärts. Rückreise: mit dem Bus ab Lukmanierpasshöhe nach Disentis oder Biasca. Andere Wanderideen in der Gegend: www.ritom.ch Karte: für Abonnenten auf http://www.weltwoche.ch/zufuss .

Weltwoche, von Thomas Widmer